Spenden für Choreo

14/08/2016

Zum 1. Bundesliga-Heimspiel gegen Mönchengladbach wird es wieder eine sehr aufwendige Choreographie geben. Um diese zu finanzieren sammeln wir Spenden.

Ihr könnt eure Becher im Stadion in die aufgestellten Spendentonnen werfen oder über Paypal (Spenden-Link rechts oben auf unserer Homepage) sowie per Überweisung auf folgendes Konto beliebige Geldbeträge spenden:

Corrillo Freiburg
IBAN: DE71 1001 0010 0039 4701 26
BIC: PBNKDEFFXXX
Postbank

Negativpreis „SAM“ für die Fans des Sport-Club Freiburg e.V.

05/08/2016

Die fanunfreundlichen Anstoßzeiten unserer Auswärtsspiele in der Rückrunde haben uns bereits zum zweiten Mal den Negativpreis „SAM“ eingebracht. Leider versprechen auch die kommenden Spielansetzungen wenig Hoffnung, dass sich die DFL mit dieser Problematik ernsthaft auseinandersetzen würde. Trotz Aufstieg in die erste Bundesliga müssen wir mindestens bis Mitte Oktober auf ein erstes Auswärtsspiel an einem Samstag warten.

Wir fordern die DFL auf, bei den Spielansetzungen auf fangerechte Anstoßzeiten zu achten!

Aufkleber in der Sommerpause 2016

07/07/2016

Passend zum eingekehrten Sommer und zur Überbrückung der Sommerpause haben wir ein neues Aufkleberset entworfen. Erwerben könnt ihr die Kleber per E-Mail. Nach Klärung der Zahlung schicken wir euch die Aufkleber dann zu. Schickt uns einfach eine E-Mail mit eurer Anschrift an: info@corrillo.org

Aufkleber Sommerpause 2016

Aufkleber Sommerpause 2016

Entstandener Gewinn wird, wie immer, komplett in Stadion-Aktionen bei Heim- oder Auswärtsspielen investiert.

Information zur Verhandlung der Meldeauflagen und Aufenthaltsverbote am 15.04.2016 vor dem Verwaltungsgericht Freiburg

15/04/2016

Wie gestern angekündigt, hat heute vor dem Verwaltungsgericht die Verhandlung von zwei Fans aus der aktiven Fanszene des SC Freiburg gegen Verfügungen der Stadt Freiburg stattgefunden. Gegenstand waren die Meldeauflagen und Aufenthaltsverbote, die die Stadt Freiburg im Jahr 2014 ausgesprochen hat.

Die Verhandlung dauerte insgesamt vier Stunden, in der beide Fälle zwar inhaltlich getrennt behandelt, aber gemeinsam verhandelt wurden. Das Gericht zog in der Verhandlung sowohl einen Szenekundigen Beamten der Polizei Freiburg, als auch einen Mitarbeiter des sozialpädagogischen Fanprojekts Freiburg als Zeugen hinzu. Zu klären seien dem Gericht zufolge unter anderem die folgenden Fragen: Reicht die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, von der potentiell Gewalttaten ausgehen, für die erlassenen Maßnahmen aus und wer hat die Definitionsmacht über eine Gruppenzugehörigkeit? Ist die individuelle Prognose, die die Polizei Freiburg zusammengestellt hat, für diese Maßnahmen ausreichend und begründet? Wurden alle formalen Kriterien, wie Anhörungsrecht oder die maximale Dauer solcher Maßnahmen von drei Monaten eingehalten? Und ist tatsächlich die Gemeinde für Meldeauflagen zuständig, in der die betroffene Person ihren Wohnsitz hat?

„In den vier Stunden erlebte ich ein Gericht, das gewillt ist, objektiv den grundlegenden Fragen zur Rechtmäßigkeit der Verfügungen auf den Grund zu gehen. Bei diesen steht vor allem die Klärung der Angemessenheit, Geeignetheit und Verhältnismäßigkeit im Mittelpunkt. Für uns persönlich sind diese Punkte nicht erfüllt, nun sind wir auf die rechtliche Entscheidung durch das Verwaltungsgericht gespannt“, sagt Helen Breit von der Supporters Crew Freiburg nach der Verhandlung.

Das Urteil ist in den nächsten Wochen zu erwarten und wird den Betroffenen per Post zugestellt. Sobald das Urteil zugestellt wurde, wird es eine erneute Stellungnahme aus der aktiven Fanszene geben.

Pressemitteilung der aktiven Fanszene zur bevorstehenden Verhandlung der Meldeauflagen und Aufenthaltsverbote im Jahr 2014

14/04/2016

Diesen Freitag, den 15.04.2016, findet nach fast zwei Jahren vor dem Verwaltungsgericht Freiburg die gerichtliche Überprüfung der Meldeauflagen und Aufenthaltsverbote gegen zwei Fans aus der aktiven Fanszene des SC Freiburg statt.

Zur Erinnerung: Im Sommer 2014 wurden gegen acht Personen aus der aktiven Fanszene in Freiburg Meldeauflagen und Aufenthaltsverbote für alle Spiele der ersten und zweiten Mannschaft des SC Freiburg ausgesprochen, also insgesamt an 35 Spieltagen. Gegen diese Auflagen protestierte nicht nur die aktive Fanszene öffentlich, auch die Freiburger Politik schloss sich im Dezember 2014 in einer gemeinsamen Erklärung an (zur Erklärung). Im September 2015 wurden bereits zwei andere Fälle, die nicht der aktiven Fanszene zuzuordnen sind, vor dem Verwaltungsgericht verhandelt – und für rechtswidrig erklärt. Auch hierzu positionierte sich die aktive Fanszene aus Freiburg (zur Erklärung).

Nun endlich findet eine Überprüfung durch das Verwaltungsgericht Freiburg statt. Im Rahmen der Überprüfung wird es sowohl um formale Kriterien, wie die Missachtung des Anhörungsrecht, als auch um inhaltliche Fragen gehen – stets am Einzelfall gemessen. „Wir erwarten eine objektive, unvoreingenommene und differenzierte Überprüfung dieser Maßnahmen und Auflagen durch das Verwaltungsgericht“ so Helen Breit von der Supporters Crew Freiburg. Eine weitere Erklärung wird im Anschluss an die Verhandlung erfolgen.

Für fangerechte Anstoßzeiten

03/04/2016

Hallo Freunde des Sport-Club Freiburg e.V.,
während wir diese Woche schon wieder an einem Montag spielen, wird es auch in der Bundesliga in wenigen Wochen das erste Montagsspiel geben. In vielen Stadien wurde dieses Wochenende bereits ein klares Zeichen gegen Montagsspiele gesetzt.

Um dies fortzusetzen wird am Montag die Fürther Fanszene für die ersten 10 Minuten den Block verlassen und auf den Support verzichten. Wir werden uns diesem Protest anschließen und freuen uns über jeden, der mit uns ein Zeichen für fangerechte Anstoßzeiten setzt.

Wie wichtig dieser Protest ist, zeigt auch ein Blick auf unseren Spielplan: Bis zum letzten Spieltag in Berlin spielen wir auswärts kein einziges Mal mehr am Wochenende.
Ansonsten ist dem Aufruf der Fürther Fanszene nichts hinzuzufügen:

Nachdem die DFL vor knapp zwei Wochen die Spieltermine 30 bis 32 bekannt gab, bringt das Bekanntwerden des ersten Montagsspiels – welches zunächst ab der Saison 2017/18 geplant war – in der 1. Bundesliga am 32. Spieltag das Fass nun endgültig zum Überlaufen. Wir haben durchaus Verständnis dafür, dass bei der Planung der einzelnen Spieltage viele Seiten berücksichtigt werden müssen. So darf Sport1 Wünsche bezüglich des Montagsspiels äußern, die Politik/Polizei fordert einen spielfreien 1. Mai und der Hamburger SV wünschte sich 2012 zum 125-jährigen Vereinsjubiläum ein Heimspiel, um nur einige Beispiele zu nennen. Alles schön und gut, doch wir sind es mittlerweile leid, dass auf alles und jeden Rücksicht genommen wird, nur nicht auf das Herzstück des Fußballs, uns Fans! Wir sind es leid, dass wir seit Jahren nur für den Erhalt des Status Quo kämpfen und keinerlei Verbesserung in Aussicht steht. Damit ist nun Schluss! Wir haben konkrete Forderungen in Bezug auf fangerechte Anstoßzeiten:

  • keine weitere Spieltagszerstückelung (Ab der Saison 2017/18 soll es in der 1. Liga zwei neue Termine geben; es ist angedacht, dass pro Saison fünf Spiele am Sonntag um 13:30 Uhr und fünf Spiele am Montag um 20:15 Uhr angesetzt werden.)

  • weniger Spieltermine unter der Woche (Spielansetzungen wieder vermehrt am Wochenende, nicht am Freitag oder Montag)

  • Abschaffung der Englischen Woche (Trotz WM-Jahr hat die Saison 2009/10 gezeigt, dass es auch ohne Englische Woche geht indem die Winterpause verkürzt wurde. Indes sind für die kommende Saison sogar drei (!) Englische Wochen für die 1. Liga geplant.)

  • frühere Bekanntgabe der Spieltermine (Zwischen der Bekanntgabe und unserem Spiel gegen Frankfurt lagen gerade einmal dreizehn Tage, was die Planung des Fansprinters deutlich erschwert hat.)

  • Berücksichtigung der Faninteressen (z.B. Entfernung der beiden Städte beachten. So erhielten wir letzte Saison den Negativpreis „SpieltagsAnsetzungsMonster“, weil wir innerhalb einer Woche dienstags nach Gladbach (476 km) und sonntags nach Berlin (812 km) mussten.)

  • unabhängige Spieltermine von erster und zweiter Liga (z.B. wird das Montagsspiel am 2.5.16 zwischen Karlsruhe und Sandhausen aufgrund des Montagspieles der Bundesliga bereits um 18:30 Uhr angepfiffen.)

Uns ist bewusst, dass diese Forderungen nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können. Allerdings sind wir der Meinung, dass die genannten Punkte durchaus realisierbar sind und sowohl die Interessen der Stadiongänger, als auch die der DFL in Bezug auf die Vermarktung der Bundesliga Berücksichtigung finden können.

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden wir, wie zu Beginn bereits erwähnt, den Block die ersten zehn Minuten frei lassen, um den Verantwortlichen zu zeigen was passiert, wenn bald keiner mehr aufgrund der Anstoßzeiten ein Spiel live im Stadion verfolgen kann. Verbreitet die Nachricht weiter und schließt euch an, um gemeinsam ein Zeichen gegen diesen Spielterminirrsinn zu setzen!

Anstoßzeiten fair gestalten!

Corrillo Ultras – Red Bull und der Fußball

06/03/2016

Die folgenden Zeilen sind weit mehr als die üblichen und viel gehörten Kritiken an RB. Wer beispielsweise in Zukunft von Freunden oder Bekannten Sätze wie „der SC hat doch auch Sponsoren – alles halb so wild“ zu hören bekommt, findet hier Anhaltspunkte für eine fundierte Gegenargumentation. Wer sich darüber hinaus klarmachen möchte, was die gegenwärtige Entwicklung des Fußballs in nicht allzu ferner Zukunft für den Sport-Club bedeuten wird, der sollte sich 5 Minuten Zeit nehmen um diesen Text zu lesen.

Hier findet ihr eine PDF-Version zum Download.

Einleitung

RB Leipzig hat den Profifußball in Deutschland erreicht. Eigentlich war es abzusehen und jedem von uns war klar, dass es eines Tages leider dazu kommen wird. Nun ist es also soweit, Heimspiel gegen RB Leipzig. Die öffentliche Diskussionen über dieses Projekt, Konstrukt oder wie auch immer man es nennen mag, wird in der Vergangenheit vermutlich jeder mitbekommen haben. Wir haben bereits die vergangenen Heimspiele genutzt, um in unserem Spieltagsflyer „Nord-Mitte-Unten“ über diese Thematik zu berichten. Gebündelt wollen wir nun mit diesem Flyer möglichst alle Fans des Sport-Clubs erreichen, um unsere kritische Auffassung auf den Konzern Red Bull, dessen Marketingaktivitäten im Sport, insbesondere im Fußball, mitzuteilen.

Nachdem wir das Unternehmen näher betrachtet haben und verstehen wie dieses „tickt“, werden wir uns zunächst dem Einstieg von RB in den österreichischen Fußball widmen. Dies ist interessant, um Parallelen zum Einstieg in Leipzig zu erkennen. Was diesen angeht, wollen wir vor allem auch jene Instanzen, Gesetze und Regelungen hervorheben, welche den Aufstieg von RB verhindern hätten können, ja vielleicht sogar müssen. Es wird herausgearbeitet, wer Verantwortung hierfür übernehmen muss und somit ebenfalls kritisiert werden sollte. Denn bei all der Kritik an diesem Unternehmen und seinem Fußballclub wird unserer Meinung nach oftmals gerne vergessen, dass es diverse Verbände, Behörden und Einzelpersonen waren, welche dieses Projekt in seiner heutigen Form schlussendlich erst möglich machten.

Abschließend wollen wir unsere Positionierung in Bezug auf RB darlegen und unsere Forderungen, Erwartungen und Hoffnungen an den Sport-Club, die Verbände und auch an die SC-Fans darlegen.
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Nord-Mitte-Unten #5 SCF vs. Kaiserslautern

27/02/2016

Der Flyer vom Spiel gegen Kaiserslautern ist online. Neben dem Rückblick auf das Spiel in Sandhausen, beinhaltet die Ausgabe den zweiten Teil unserer Artikelreihe zum Thema Red Bull. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann ihn in der Ausgabe #4, vom Heimspiel gegen Düsseldorf nachlesen.

#5 SCF vs. Kaiserslautern

Hunderttausend Fußballfans aus ganz Europa schreiben der UEFA einen offenen Brief

16/02/2016

Rund 100 Fußballfan-Dachorganisationen aus 18 Ländern fordern die UEFA auf, ihre Disziplinarpolitik in Bezug auf Rassismus zu überdenken.

Mit dem Startschuss für die nächste Runde der europäischen Klubwettbewerbsspiele der Champions League sollte Dynamo Kiew sein Heimspiel gegen Manchester City eigentlich vor leeren Rängen austragen. Für die Fans aus Manchester wäre dies das zweite Jahr in Folge, in dem Sie vor verschlossenen Toren stehen. Nun hat die UEFA ihre Entscheidung jedoch überraschend geändert und den Fans den Spielbesuch gestattet.

Rund 100 nationale Dachverbände der Fußballfans, Nationalmannschafts-Fanorganisationen und Club-basierte Fan-Gruppen aus 18 Ländern in ganz Europa, die 100.000 Fußball-Fans repräsentieren, haben gemeinsam einen offenen Brief an die Mitglieder des Exekutivkomitees der UEFA veröffentlicht. Obwohl sie den Sinneswandel der UEFA in diesem Fall als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßen, zeigt sich hier doch das Problem mit der Handhabung der UEFA-Sanktionen durch Kollektivstrafen im Falle rassistischen Fanverhaltens. Deshalb fordern die Anhänger eine gründliche Überprüfung der UEFA-Politik der kollektiven Strafen für rassistisches Verhalten und insbesondere die sofortige Abschaffung der Regelungen, die einen Ausschluss unschuldiger Auswärtsfans bedeutet.

Gemeinsam mit allen Unterzeichnern, unterstützen wir uneingeschränkt diese Initiative. Nachfolgend finden Sie den offenen Brief und die Liste der Unterzeichner:

Sehr geehrte Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees,

aus ganz Europa richten wir uns an Sie, um unsere große Besorgnis auszudrücken. Wir rufen Sie als UEFA hiermit auf, ihre Disziplinarpolitik bei rassistischem oder anderweitig diskriminierendem Verhalten von Fußballfans zu überdenken.

Betont werden muss vorab, dass die Unterzeichner dieses offenen Briefes ausdrücklich die „Null-Toleranz-Politik“ der UEFA in Bezug auf Rassismus begrüßen. Die unterzeichnenden Fangruppen und die UEFA sind geeint in der Überzeugung, dass gegenseitiger Respekt ein integraler Bestandteil der Kernwerte in unserem Sport darstellt. Und das sollte für alle Akteure auf und neben dem Spielfeld gelten.

Die Bestrafung einer überwältigenden Mehrheit der Fußballfans wegen verabscheuungswürdiger Handlungen einer Minderheit durch Standardsanktionen wie „Spiele hinter verschlossenen Türen“ für Vorfälle rassistisch motivierten Verhaltens von Fans veranschaulichen jedoch ein großes Maß an Respektlosigkeit gegenüber allen Fußballfans, die durch solch drastische Maßnahmen unschuldig betroffen werden.

Besonders die Auswärtsfans, die nichts falsch gemacht haben und alle ihre Reisen gebucht haben, sind diejenigen, die den höchsten Preis zahlen, wenn von der UEFA eine Sanktion gegen einen anderen Verein für das Verhalten einer anderen Fangruppe gegenüber allen verhängt wird.

Die Sanktionierung von respektlosem und inakzeptablem Verhalten einer in der Regel kleinen Gruppe durch Respektlosigkeit gegenüber der gesamten Zuschauerschaft gefährdet die Glaubwürdigkeit der UEFA in ihrem Engagement gegen Rassismus. Die größte und umfangreichste Gruppe potenzieller Verbündeter der UEFA im Kampf gegen Diskriminierung im Fußball, die Fußballfans als die so oft zitierte „Seele des Fußballs“, werden abgewertet und darauf reduziert, einzig die Ursache eines Problems zu sein.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, die entsprechenden Vorschriften zu ändern – hin zu einem System, das glaubwürdig und nachhaltig hilft, Diskriminierung unter Wahrung der Interessen der Fans als wichtige Beteiligte zu minimieren. Wir sollten alle konstruktives Fanverhalten im Fußball fördern – und nicht das positive Engagement der Fans schwächen während die Entwicklung von destruktivem Verhalten, das durch das aktuelle System ausgelöst und durch offizielle Vorfallzahlen unterstrichen wird, noch unterstützen.

Auf dem Europäischen Fußball-Fan-Kongress von Football Supporters Europe (FSE) 2015 in Belfast, zeigten Fußballfans mit vielen konkreten Beispielen, dass das derzeitige System der kollektiven Sanktionen nicht nur zur Bestrafung vor allem unschuldiger Fans führt. Das gewünschte Ziel der nachhaltigen Bekämpfung von Rassismus und die Clubs zu nachhaltigerem Handeln, idealerweise mit Unterstützung ihrer Fans, zu zwingen, wird NICHT ERREICHT .

Besonders jene „üblichen Verdächtigen“ unter den Clubs, für die die Regelungen in erster Linie verschärft wurden, haben drei Hauptreaktionsformen entwickelt:

  1. Sie beschuldigen den Boten (der den Vorfall meldende Anti-Rassismus-Beobachter oder bereits aktiv im Stadion gegen Rassismus engagierte Fangruppen) oder die UEFA, und initiieren eine öffentliche Hexenjagd gegen ihn, während sie das eigentliche Problem nicht akzeptieren.

—> Das bestärkt rassistische Täter, die sich nur zu gerne der Hexenjagd anschließen.

  1. Viele Vereine haben versucht, geheime Abkommen mit dem jeweiligen (rassistischen) Teil ihrer Fanszene zu treffen. Auf europäischer Ebene werden „die Füße stillgehalten“, während die Vereine die Privilegien in den Liga-Wettbewerben für die Täter erhöhen.

—> Das stärkt die rassistischen Täter und bringt sie näher an den Verein, während andere Fans weiter marginalisiert werden.

  1. Vereine siedelten die Fans in andere Teile des Stadions um, ordneten einige Alibi-Aktivitäten gegen Rassismus an, aber priesen diese in der Öffentlichkeit als von der Fanszene initiiert.

—> Währenddessen sind die Rassisten immer noch innerhalb des Stadions und agieren weiter mit rassistischen Handlungen, lediglich in einem anderen Stadionbereich.

—> Nicht-rassistische / antirassistische Fans fühlen sich nicht sicher oder ermutigt, eigene Aktivitäten zu initiieren.

Was eben nicht passiert ist, sind glaubwürdige und langfristige Aktionspläne gegen Rassismus, die von den Vereinen implementiert wurden. Das würde allerdings die Mehrheit der Nicht-Rassisten und den fortschrittlichen Teil der Fanszene darin bestärken, dass sie nicht abgelehnt werden, sondern sogar dazu führen, dass sie nur zu gern die Unterstützung im Kampf gegen Diskriminierung aufnehmen würden. Stattdessen werden sie jedoch immer wieder gemeinsam mit den rassistischen Tätern bestraft, während der mögliche Fall, dass sie vielleicht sogar Opfer dieser waren, ignoriert wird und sie weiter auch von diesen Leuten eingeschüchtert werden.

Was nun seitdem passiert ist, ist, dass Vereine sich erhoben haben und begannen glaubwürdige und langfristige Aktionspläne gegen Rassismus zu implementieren. Das würde die Mehrheit der Nicht-Rassisten und den fortschrittlichen Teil der Fanszene bestärken, dass sie nicht abgelehnt würden, sondern sogar gerne den Kampf gegen Diskriminierung unterstützen und aufnehmen würden. Stattdessen werden sie immer wieder gemeinsam mit den rassistischen Tätern bestraft, während die Möglichkeit, dass sie vielleicht sogar Opfer waren, ignoriert wird und sie weiter auch von diesen Leuten eingeschüchtert werden.

Als Folge haben viele Fußballfanorganisationen die Kampagne „Respect Fans!“ ins Leben gerufen, die von zahlreichen Fan-Gruppen aus verschieden, in europäischen Wettbewerben spielenden Vereinen unterstützt wird. Aktuell unterstützen nicht-rassistische / antirassistische Fangruppen von etwa 20 Clubs aus sieben europäischen Ländern die Initiative. Die europäische Fußballfan-Dachorganisation Football Supporters Europe (FSE), offiziell von der UEFA als Gesprächspartner für Fanthematiken anerkannt, hat bereits mehrere Gespräche mit Vertretern der UEFA geführt und Alternativen oder ergänzende Elemente zum derzeitigen System unterbreitet. Diese basieren auf der Grundlage von Best-Practice-Beispielen und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus ganz Europa.

Bisher war die UEFA nicht bereit, den vorgenannten Argumenten zuzuhören und stimmte lediglich zu, im Sinne der Gleichberechtigung auch Sponsoren und deren Gästen den Besuch der Geisterspiele zu verweigern, … allerdings erst nach mehreren Jahren und nachdem die entsprechenden Verträge verlängert wurden.

Wir sind der Auffassung, dass die soziale Verantwortung des Fußballs, mehr noch, die der Führungsgremien des Fußballs in diesem wichtigen Bereich weit über den Versuch hinaus gehen müsste, künstlich akzeptable oder oberflächliche Bilder für TV und die breite Öffentlichkeit zu produzieren, sondern einen nachhaltigen Beitrag zur ernsthaften Beseitigung des Problems von Diskriminierung im Fußball direkt auf Clubebene zu fördern.

Unsere Erfahrungen aus verschiedenen Ländern veranschaulichen in der Praxis, dass eine nachhaltige Verbesserung des Fanverhaltens nur in enger Zusammenarbeit mit den Fans erreicht werden kann. Das derzeitige System wurde entwickelt, um im Kampf gegen Rassismus anzutreten. Es wird jedoch mehr und mehr als ein Kampf gegen alle Fußballfans gesehen.

Die Unterzeichner dieses Briefes sind Gruppen und nationale Fan-Dachorganisationen, die die Ablehnung von Rassismus und Diskriminierung teilen und die UEFA in diesem Sinne einladen wollen, die Bekämpfung von Diskriminierung und anderen Formen inakzeptablen Verhaltens aufzunehmen. Wir appellieren an die UEFA, ihre Politik der Kollektivbestrafung zu überprüfen, insbesondere unverzüglich die schreiende Ungerechtigkeit der Ausgrenzung von Auswärts-Fans zu beenden, die nichts mit dem Vorfall zu tun hatten.

Als nächster Schritt sollten in enger Abstimmung mit den Fans wirksame Strategien entwickelt werden, die Rassismus nicht nur aus Bildern oder TV-Aufnahmen aus den Stadien bei europäischen Spielen verbannen, sondern auch einen positiven Wandel in den Köpfen der Menschen bewirken können.

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören

Die Mitglieder des Komitees von Football Supporters Europe (FSE)

Die Respect-Fans! Campaigning Gruppen

NATIONALE UND REGIONALE FAN-DACHORGANISATIONEN:

Fußballfans gegen Homophobie Österreich (Österreich), Belgian Supporters vzw (Belgien), INSIDE (National association of disabled supporters) (Belgien), Danske Fodbold Fanklubber (Dänemark), Football Supporters Federation (FSF) (England & Wales), Association Nationale des Supporters (Frankreich), ProFans (Deutschland), Queer Football Fanclubs Germany (Deutschland), Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) (Deutschland), Fußballfans gegen Homophobie / Football Fans Against Homophobia (Deutschland), Unsere Kurve (Deutschland), BBAG – Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (Deutschland), Queer Football Fanclubs Nederlands (Niederlande), Norsk Supporterallianse (NSA) (Norwegen), FASFE (Spanien), Svenska Fotbollssupporterunionen (SFSU) (Schweden), Queer Football Fanclubs Switzerland (Schweiz), Taraftar Hakları Dayanışma Derneği (TarafDer) (Türkei), Taraftar Hakları Derneği (THD) (Türkei), Tribúny sú naše (Slowakei)

NATIONALMANNSCHAFTS-FANGRUPPEN:

Official Fanclub 1895 (Belgien, Belgien), De Danske Roligans (Dänemark, Dänemark), Roliganklubben Bornholm (Dänemark, Dänemark), AONISC (Nordirland, Nordirland), You Boys in Green (YBIG) (Republik Irland, Republik Irland)

AKTIVE FANGRUPPEN AUF VEREINSEBENE IN EUROPA:

Faninitiative Innsbruck (Wacker Innsbruck, Österreich), First Vienna Football Club 1894 Supporters (First Vienna Football Club 1894, Österreich), Antifa Döbling (First Vienna Football Club 1894, Österreich), Beerschot – Wilrijk Supportersfederatie (FCO Beerschot Wilrijk, Belgien), Supportersverbond KSTVV (ST Truiden, Belgien), OSV KRC Genk (KRC Genk, Belgien), OOSC Patro Eisden (Patro Eisden, Belgien), Esseveefans (SV Zulte Waregem, Belgien), Supportersclub KFC SPARTA PETEGEM (KFC Sparta Petegem, Belgien), Front282 (Sporting Lokeren, Belgien), Amicale des Clubs de Supporters du RCSC (RCS Charleroi, Belgien), Supportersfederatie KAA Gent (KAA Gent, Belgien), Supportersclub De Steenbakkers (K. Rupel Boom F.C, Belgien), White Angels Zagreb (NK Zagreb 041, Kroatien), The Green Pride (Viborg FF, Dänemark), AGF Fanclub (AGF Fodbold, Dänemark), Brøndby Support (Brøndby IF, Dänemark), SIFosis (Silkeborg IF, Dänemark), AaB Support Club (Aalborg, Dänemark), Auxilia (Aalborg BK, Dänemark), Lyngby Fans (Lyngby Boldklub, Dänemark), The Crazy Reds (Vejle Boldklub, Dänemark), Wild Tigers (FC Nordsjaelland, Dänemark), 1894 Group (Manchester City, England), Arsenal Independent Supporters Association (Arsenal FC, England), Everton Supporter’s Trust (Everton, England), Manchester United Supporters Trust (M.U.S.T.) (Manchester United, England), My Old Man Said (Aston Villa, England), ADAJIS (Paris Saint-Germain, Frankreich), Navajos (1.FC Köln, Deutschland), BVB Fan- und Förderabteilung (Borussia Dortmund, Deutschland), Horidos 1000 (SpVgg Greuther Fürth, Deutschland), Supporters Karlsruhe 1986 e.V. (Karlsruher SC, Deutschland), Blaue Bengel (Arminia Bielefeld, Deutschland), Supporters Club Düsseldorf 2003 e.V. (Fortuna Düsseldorf, Deutschland), Rainbow Borussen (Borussia Dortmund, Deutschland), Eiserner VIRUS (Union Berlin, Deutschland), Queerpass Bayern (FC Bayern München, Deutschland), Club Nr 12 (FC Bayern München, Deutschland), MonacoQueers (FC Bayern München, Deutschland), Munich’s Red Pride (FC Bayern München, Deutschland), Löwenfans gegen Rechts (1860 München, Deutschland), Fanladen St Pauli (FC St Pauli, Deutschland), FPMG Supporters Club e.V. (Borussia Mönchengladbach, Deutschland), Corrillo Ultras (SC Freiburg, Deutschland), Fanclubsprecherrat der Fanclubs des FC St.Pauli (FC St Pauli, Deutschland), Queerpass St. Pauli (FC St Pauli, Deutschland), Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus (FC St Pauli, Deutschland), Frenetic Youth (1. FC Kaiserslautern, Deutschlnad), WarmUp95 (Fortuna Düsseldorf, Deutschland), Dissidenti Ultra (Fortuna Düsseldorf, Deutschland), Ruhrzebras (MSV Duisburg, Deutschland), RainbowZebras (MSV Duisburg, Deutschland), MyROMA (AS Roma, Italien), Ajax Supportersvereniging (Ajax Amsterdam, Niederlande), Roze Regahs (ADO Den Haag, Niederlande), CSKA Fans Against Racism (CSKA Moscow, Russland), Ultras Trenčín (FK AS Trenčín, Slowakei), Brigate Plavi (NK Nafta 1903, Slowenien), APASCF (Sevilla FC, Spanien), Asociación Valores del Madridismo (Real Madrid, Spanien), Señales de Humo (Atlético de Madrid, Spanien), APMAE (Espanyol Barcelona, Spanien), APAVCF (Valencia CF, Spanien), Supporterklubben Änglarna (IFK Göteborg, Schweden), Allmänna Supporterklubben (ASK) (AIK Stockholm, Schweden), Black Army (AIK Stockholm, Schweden), Gefle Blue Boys (Gefle IF, Schweden), Supporterklubben Sky Blues (Gefle IF, Schweden), Östra Stå (Örgryte IS, Schweden), Balders Hage (Örgryte IS, Sweden), Järnkaminerna (Djurgårdens IF, Schweden), Bollklubben Support (Halmstads BK, Schweden), MFF Support (Malmö FF, Schweden), Halbzeit / Gemeinsam gegen Rassismus (BSC Young Boys, Schweiz), KaraKizil (Gençlerbirliği, Türkei), TekYumruk (Galatasaray Istanbul, Türkei), Beşiktaş Beleştepe (Besiktas Istanbul, Türkei), 1907 ÜNİFEB – Üniversiteli Fenerbahçeliler Birliği (Fenerbahce SK, Türkei), Taşra (Fenerbahce SK, Türkei), Vamos Bien (Fenerbahce SK, Türkei)