Heimspiel gegen Fürth

26/10/2021

Hallo Sport-Club-Fans,

nach über anderthalb Jahren können wir am Samstag wieder ein SC-Spiel im vollen Stadion verfolgen. Wir werden daher beim Heimspiel gegen Fürth gemeinsam im Stadion präsent sein und Support organisieren.

Corrillo Ultras
IWF 12
Synthesia Ultras

Fußball in der aktuellen Situation

21/08/2021

Sport-Club-Fans, ihr habt lange nichts gehört von uns und das liegt maßgeblich daran, dass es uns nach wie vor schwer fällt, einen angemessenen Umgang mit der anhaltenden Situation zu finden. Ein Besuch im Stadion wie wir ihn uns vorstellen ist im Moment noch nicht in greifbarer Nähe. Distanz zwischen den Fans ist zwar nachzuvollziehen, aber macht ein Fußballspiel aktuell noch zu etwas, womit wir nichts anfangen können. Fußball bedeutet Nähe und Emotion,  unter diesen Umständen fühlen wir das nicht.

Ein Losverfahren beglückt aktuell die einen und enttäuscht die anderen. Eine bessere Idee haben wir nicht, aber einen Besuch für uns als Gruppe macht es unmöglich.

Wenn sich die Situation ändert, lassen wir es euch wissen. 

SC-Fans einigen sich auf den Namen »Mooswaldstadion«

04/06/2021

Wir sehen uns bald im Mooswaldstadion!
Ein langwieriger Prozess zur Namensfindung für das neue Stadion ist vor kurzem auf die Zielgerade eingebogen und nun im Ziel angelangt. Einige Wochen zuvor wurden zahlreiche Fanclubs und Gruppen per Mail angeschrieben, worin unser Anliegen, zukünftig einen nichtkommerziellen Namen für das mittlerweile fast fertige Stadion zu verwenden, erklärt wurde.
Alle adressierten Parteien konnten Vorschläge einsenden, sowie an der darauf folgenden Diskussion darüber teilnehmen. In einem ausführlichen Sondierungsverfahren mit über zwanzig Ideen legten sich die Vertreter der mitwirkenden Fanclubs und Gruppen auf fünf Namen fest.
Im Anschluss daran hatte man eine Woche Zeit, um ein weiteres Mal intern zu klären, für welchen Favoriten man sich bei der Abstimmung stark machen möchte.
Jeder anwesende Fanclub bzw. jede Gruppe durfte eine Stimme abgeben und am Ende des Tages ging das Mooswaldstadion einstimmig als klarer Sieger hervor. Wie auch schon beim Dreisam- und dem Möslestadion, freuen wir uns den neuen Standort mit einem lokalen Bezug schmücken zu können.
Für viele von uns wird es nicht einfach sein, sich an die neue Heimstätte zu gewöhnen. Umso wichtiger erscheint es uns einen ersten Schritt in Richtung Identifikation zu machen, den hoffentlich viele Menschen mitgehen. Wir als Fans möchten das Mooswaldstadion und seinen Namen Schritt für Schritt mit Leben füllen und würden uns darüber freuen, wenn diese Bezeichnung für alle Leute an erster Stelle steht, sobald das Bauwerk in der Achim-Stocker-Straße Thema ist.

Soli-Shirt zum letzten Spiel in Frankfurt

03/04/2021

Am 22.05.2021 bestreitet der Sport-Club Freiburg e.V. sein letztes Auswärtsspiel in der Saison 2020/21. Eine Saison, die uns sicher noch lange – weitestgehend im negativen Sinn – in Erinnerung bleiben wird. Corona-Pandemie, nervige Fußballfunktionäre und irgendwie ein Gefühl, dass der Fußball seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht so richtig gerecht wird. Grund genug in dieser grauen Suppe mit bestem Beispiel voranzugehen und eine neue Soliaktion zu starten.

So gibt es zum letzten Auswärtsspiel gegen die Eintracht Shirts zu erwerben. Der komplette Erlös des Verkaufs wird in zwei Hälften geteilt. Der eine Teil geht an WADI, der andere an den Arbeitskreis Leben Freiburg e. V.. Zeigt euch solidarisch, bekennt Farbe und kauft euch ein Shirt! Erzählt es euren Freund:innen und lasst uns diese Saison wenigsten gemeinsam im gleichen Shirt beenden.

Das bedruckte Fairtrade-Shirt kostet inkl. Versand 20€ (innerhalb Deutschland). Die Sammlung der Bestellungen läuft bis zum 20.04.2021.
Gerne nehmen wir auch Spenden, unabhängig von einem Shirt Kauf, entgegen und leiten diese an die beiden Organisationen weiter.
Bestellung des Shirts unter folgendem Link: https://supporterscrew.de/soli-shirt/

Die Organisationen:

Der Arbeitskreis Leben bietet seit 1997 Hilfe in Lebenskrisen und bei Selbsttötungsgedanken. Für junge Menschen hält er eine anonyme Peer-Beratung im Mailformat bereit, die seit der Corona-Pandemie auch bei allgemeinen Krisen berät. Weitere Informationen unter https://www.akl-freiburg.de oder https://www.u25-freiburg.de.

WADI unterstützt seit 30 Jahren verschiedene Programme und Projekte (nicht zuletzt mit Bezug zum Fußball) zur Selbsthilfe und Stärkung von Menschen- und Frauenrechten im Nahen Osten. Weitere Informationen unter https://wadi-online.de/.

We will never forget the 74.

01/02/2021

Am 1. Februar 2012 wurden in Port Said bei einem Fußballspiel der ersten ägyptischen Liga, zwischen dem ortsansässigen Team Al Masry aus Port Said und Al Ahly aus Kairo, 72 Gästefans getötet. Zwei weitere Fans unserer Freunde aus Kairo wurden bei Protesten wenige Wochen vor und nach Port Said ermordet. Wir trauern um 74 ermordete Fußballfans.

Wir werden sie niemals vergessen.

Symbolische Auswärtsfahrt – Tausche ein Stadionbier gegen zwei warme Mahlzeiten

27/01/2021

Der Ball rollt weiter, als würde die Welt nicht Kopf stehen.  Es ist eine Zeit, in der uns Fans vor der Frage des Stadionbesuchs viele andere Fragen beschäftigen. Viele Fans machen deutlich, dass sie ein „weiter so“ im Profifußball nicht akzeptieren wollen sowie fehlende Veränderungen im Profifußball äußerst kritisch sehen. Eine schwierige Zeit. Für den Fußball und für uns alle. Aber noch viel mehr für Menschen, die aufgrund diverser Umstände in ihrem Leben benachteiligt sind.

Vor zwei Wochen hätten über 20.000 SC-Fans die fünf Tore gegen Köln sowie den Vereinsrekord in der Bundesliga im Dreisamstadion bejubelt. Einige Tausende wären eine Woche später nach Bayern gereist und hätten erneut ein extrem starkes Spiel unseres SC gesehen. Mit dieser Euphorie und dem Derbysieg im Rücken, wären mehr Freiburger Busse in Wolfsburg eingefahren als Autos diese „Stadt“ verlassen. Die Fahrt in die belangloseste Stadt des Landes wäre zum Fest geworden.

Weil wir in dieser Zeit die Menschen in benachteiligten Lebenssituationen nicht vergessen wollen und sollten, rufen wir zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg zu unserer symbolischen Auswärtsfahrt auf: 

Unter dem Motto „Tausche ein Stadionbier gegen zwei warme Mahlzeiten“ rufen wir alle SC-Fans dazu auf, das Geld, das man eigentlich für diese Auswärtsfahrt ausgegeben hätte, zu spenden. 

Da die letzte Auswärtsfahrt schon eine Weile her ist und sich vielleicht nicht mehr alle so genau erinnern, haben wir im Folgenden als Anregung für eure Spenden im Rahmen der symbolischen Auswärtsfahrt einige Kostenpunkte aufgeführt, die bei einem solchen Ausflug anfallen können. Außerdem haben wir angegeben, was man mit diesen Beträgen bewirken kann.

Für 5 € gibt es ein Stadionbier. Oder zwei warme Mahlzeiten.
Für 15 € gibt’s die Eintrittskarte. Oder Unterstützung für die private Seenotrettung. 
50 € kostet die Busfahrt. Oder Akuthilfe für Moria. 
ICE-Fahrt mit Stopp im Bordbistro 100 €. Oder ein Stück Vordach für den Essenstreff.

Der Erlös fließt vollständig in Projekte für Menschen in benachteiligten Lebenssituationen. Dabei gehen 50% an den Freiburger Essenstreff, welcher Freiburger Wohnsitz- und Obdachlose unterstützt, sowie 50% an die Kampagne #LeaveNoOneBehind, die Geflüchteten an den EU-Außengrenzen hilft. Die oben aufgelisteten Kostenpunkte und Verwendungszwecke dienen nur als Anhaltspunkte, um eine mögliche Verwendung anschaulicher zu machen. Der Gesamterlös wird geteilt und jeweils zu 50% an die genannten Organisationen gespendet.

Spendenkonto:
Supporters Crew Freiburg e.V. 
IBAN: DE90680900000022356909
BIC: GENODE61FR1
Verwendungszweck: Tausche Bier

Weitere Informationen zu den beiden Organisationen findet ihr unter https://www.essenstreff-freiburg.de/ und https://lnob.net/projekte/.

Wir freuen uns über eure Unterstützung und wenn ihr den Aufruf weiterverbreitet. 

Supporters Crew Freiburg e.V. und Corrillo Ultras im Januar 2021

Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands zur Verteilung der TV-Gelder & Reformen im Fußball

25/11/2020

Im Frühling sahen sich die Fußballvereine der ersten beiden Ligen ob wirtschaftlicher Zwänge in der Not, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Die zügige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den TV-Sendern wurde als einzige Möglichkeit ins Feld geführt, um einen wirtschaftlichen Kollaps des Systems Profifußball in Deutschland zu verhindern.

Um hierfür während noch unklarer Pandemielage für Verständnis zu werben, zeigten sich Vereine und Verbände selbstkritisch. Es gebe Fehlentwicklungen, man könne nicht so weitermachen, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Fußball.

Dann rollte der Ball wieder, die Saison ging zu Ende, die nächste Spielzeit begann. Reformen? Fehlanzeige! Wenigstens ein Grundsatzbeschluss, der den Willen zur Veränderung bekundet? Fehlanzeige!

Stattdessen Schweigen im Walde bei den großen Protagonisten des „Re-Start“.

Nun steht die Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung bevor. Hier hören wir nun endlich einige reformwillige Stimmen aus dem Ligaestablishment. Diese Stimmen sind auch verdammt wichtig. Doch noch bleiben die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.

Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen.

Fanszenen Deutschlands

Offener Brief zur Verteilung der TV-Gelder

24/11/2020

Sehr geehrter Vorstand des Sport-Club Freiburg e.V., 

etliche Freiburger Fanclubs, Fangruppen und Einzelpersonen haben sich diesen Sommer im Rahmen der Initiative ‚Unser Fußball‘ für grundlegende Reformen im Profifußball ausgesprochen.

Mit der anstehenden Entscheidung zur Verteilung der TV-Gelder können nun die Weichen für einen faireren und spannenderen Wettbewerb gestellt werden. Diese Entscheidung wird auch zeigen, wie ernst der Fußball die Kritik von uns Fans nimmt. Für uns ist klar: Wir wollen weg von einem System, in dem die großen Klubs massiv von den gemeinsamen Erlösen profitieren.

In der Saison 2019/20 hat der Erstplatzierte Bayern München das 5-Fache unseres Sport-Clubs und das 8-Fache des letztplatzierten SC Paderborn an Medienerlösen (DFL & UEFA) erhalten. Das aktuelle Modell macht einen fairen und ausgeglichenen Wettbewerb unmöglich. Eine Umverteilung der DFL-Erlöse ist als erster Schritt dringend notwendig.
Noch bis in die 2000er Jahre haben die Vereine zumindest bei den nationalen Medienerlösen den selben Anteil erhalten. Auch deshalb war es einem solide wirtschaftenden Verein wie unserem Sport-Club möglich, sich im Profifußball zu etablieren.

Wir fordern Sie, Herr Leki, deshalb auf, sich im Sinne der Integrität des Wettbewerbs für eine deutlich gleichmäßigere Verteilung aller TV-Gelder im Präsidium der DFL einzusetzen.

Konkret fordern wir:
  • Einen möglichst hohen Sockelbetrag (z.B. 75 Prozent) der Medienerlöse, der innerhalb der Ligen gleich verteilt wird.
  • Die Aufteilung der verbleibenden Gelder anhand von Leistungskriterien, die Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit beinhalten (bspw. Jugendförderung und die vom Sport-Club eingebrachte Effizienzquote).     

Lassen Sie sich von vermeintlich großen Playern nicht unter Druck setzen. Im Ergebnis muss die Spreizung innerhalb der Ligen drastisch zurückgehen.

Entschlossen für einen nachhaltigen und fairen Fußball

Alsterfüchse Hamburg
Anna Lüsebier
Auswärtsfunken
Breisgau Rebellen Freiburg
Breisgauflitzer e.V.
Coevorden Fanclub Freiburg 
Corrillo Ultras
Der SC Freiburg ist BUNT nicht braun
Die Seefüchse
Dreisam Bobbele
Dreisam Magic 95 e.V.
Exilence 2012
Fanclub Freiburger Botschaft zu Stuttgart
Himmelsstürmer
Immmer Wieder Freiburg
Knaddly’s
Natural Born Ultras
Red Foxes United
SC Freiburg Fanclub Schwiizer Füchs
SC-Fanclub Flank‘se e.V.
SC-Junkies 
Sezione Berlino
smells like team spirit
Supporters Crew Freiburg e.V.
Synthesia Ultras
The Jones Brothers Freiburg
Torpedo Kinzigtal e.V.
VOLL DEBIEE
Weingärtner Füchse e.V.

Corrillo Ultras Twitter Account

23/11/2020

Das Stadion ist der Ort, an dem wir durch Spruchbänder, Flyer oder Gesänge unsere Positionen vertreten und viele Menschen erreichen können. Normalerweise. Daher werden wir ab sofort zusätzlich einen Twitter Account nutzen, um Informationen und unsere Positionen zu teilen.

An Online-Diskussionen per 280 Zeichen wollen und werden wir uns nicht beteiligen. Ihr könnt jederzeit per E-Mail an info@corrillo.org mit uns in Austausch treten.

Chance verpasst. Kein Richtungswechsel der Freiburger Sicherheitspolitik

11/11/2020

Das Amt für öffentliche Ordnung, die Freiburger Polizei und der Freiburger Gemeinderat haben eine historische Chance verpasst: Seit gut einem Jahr liefen die Vorbereitungen auf die neue Stadion- und Polizeiverordnung für das neue Stadion. Weiterhin werden Fußballfans in Freiburg zum Sicherheitsrisiko erklärt. Anerkennung unserer positiven, kreativen und bunten Fankultur in Freiburg? Fehlanzeige. 

Was ist passiert?

Viele SC Fans haben mit dem anstehenden Umzug ins neue Stadion die Hoffnung verbunden, dass dies auch eine Änderung der Stadion- und Polizeiverordnung mit sich bringt. Bisher hatte Freiburg eine reine Polizeiverordnung. Im neuen Stadion wird es eine Kombination aus Stadion- und Polizeiverordnung geben. Das heißt: Der SC Freiburg bekommt zwar Teile seines Hausrechts zurück, kann z. B. die Freigabe von Fanutensilien regeln. Gleichwohl gilt eine Polizeiverordnung im und um das Stadion. Sie liegt sozusagen über der Hausordnung des Sport-Clubs. 

Was ist die Kritik?

Die Polizeiverordnung ist ein Mittel der Gefahrenabwehr. Das heißt: Bürgerrechte werden präventiv eingeschränkt, weil ein potenzielles Verhalten von Fußballfans antizipiert wird. Die Polizeiverordnung gilt auf dem gesamten Gelände der technischen Universität und auf dem gesamten (!) Wolfsbuck. In diesem Bereich wird dem Polizeivollzugsdienst zugestanden, Personenkontrollen durchzuführen. Diese müssen nur damit begründet sein, dass vermutet wird, gegen die Polizeiverordnung verstoßen zu haben. Und das ist in diesem Fall leicht: Eine Flasche, eine Dose, einen Becher dabei? Spieltagsflyer verteilt? Eine Sammlung für einen guten Zweck durchgeführt? Seit gestern ausreichende Gründe für eine Personenkontrolle. Je nachdem, ob ein Verstoß auch in der langen Liste der Ordnungswidrigkeiten festgehalten ist, kann es zu teils empfindlichen Geldstrafen kommen. 

Diplomatischer Weg erfolglos

Seit gut einem Jahr haben wir, Vertreter*innen der Corrillo Ultras und der Supporters Crew, uns mit verschiedenen Akteur*innen der Freiburger Kommunalpolitik ausgetauscht, um auch auf diplomatischen Weg Änderungen in der Polizeiverordnung zu erreichen. Es wurden zahlreiche Gespräche mit Fraktionen geführt, es wurden Argumente ausgetauscht, Positionspapiere geschrieben und Kompromisse verhandelt. Wir haben teils sehr engagierte Gemeinderäte und Gemeinderätinnen erlebt, die sich ausführlich mit unseren Positionen auseinandergesetzt haben. Aus dieser Auseinandersetzung sind mehrere Änderungsanträge hervorgegangen.

Wir müssen feststellen: Unser Engagement hat nicht gereicht. Gestern wurde die Polizeiverordnung in der ursprünglich eingereichten Form verabschiedet. Für die o. g. Änderungsanträge haben die Fraktionen wie folgt gestimmt:

  • Streichung des Flaschen-, Dosen- und Becherverbots (dafür: ESFA, JUPI)
  • Verkleinerung des Geltungsbereichs: Herausnahme des Wolfsbucks (dafür: ESFA, JUPI, SPD/kult, FDP/BfF)
  • Keine Sanktionierung des „Werfen von Flüssigkeiten“ als Ordnungswidrigkeit – damit ist z. B. ein Verschütten von Getränken in Zuschauer*innen-Bereiche gemeint (dafür: ESFA, JUPI, SPD/kult)

Die einzige Mehrheit kam bei einem Antrag zur Einbindung von Fans sowie der professionellen Fanarbeit in eine Evaluation der Polizeiverordnung zustande – der einzige Punkt, bei dem die Grünen mitgehen konnten. Denn die Stadtverwaltung sah ausschließlich eine Evaluation zwischen Polizei und Stadt vor.
Die Polizei hat angekündigt, die Polizeiverordnung mit Augenmaß umzusetzen – diese Umsetzungspraxis wird Gegenstand der Evaluation sein.

Auch der Kompromiss eines verkleinerten Geltungsbereichs wurde durch die Grüne Fraktion verhindert.

Gesprächsbereitschaft durch Stadtverwaltung instrumentalisiert

Auf Drängen der Gemeinderäte wurde die Abstimmung über die Polizeiverordnung im Frühjahr von der Tagesordnung genommen. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, zunächst organisierte Fans und ihre Kritik anzuhören. Wir wurden zwar gehört, gebracht hat es aber nichts. Von Seiten des Amtes für öffentliche Ordnung und der Polizei gab es keine Bereitschaft, Kompromisse auszuhandeln. Vielmehr betonten beide Akteure, dass sie in der Polizeiverordnung und ihrer Umsetzungspraxis die Chance eines Neuanfangs sehen. Sie sind der Überzeugung, dass dies ausreicht, um Konflikte, die sich länger als ein Jahrzehnt zwischen aktiver Fanszene und Polizei verhärtet haben, einfach in Luft auflösen werden. 

Wir haben deutlich gemacht, dass es vieler anderer Maßnahmen bedarf und vor allem eine andere Polizeiverordnung vorgelegt werden muss, wenn es nur die kleinste Chance auf eine Entspannung des Verhältnisses zwischen Polizei und Fanszene geben soll. Was hat die Stadtverwaltung daraus gemacht? Sie schreibt in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat, dass wir Fans der Überzeugung seien, dass das neue Stadion und die vorgelegte Polizeiverordnung gute Bedingungen für einen Neuanfang und die Verbesserung des Verhältnisses zwischen Fans und Polizei sind. Dies haben wir jedoch nie gesagt. 

Es ist absolut inakzeptabel, dass die Gesprächsbereitschaft von Fanvertreter*innen derart instrumentalisiert wird. Mit einem solchen Vorgehen untermauert die Stadtverwaltung die Position derjenigen, die nicht an die Potenziale von Gesprächen und diplomatischen Auseinandersetzungen glauben. Sie untergräbt und konterkariert konstruktive Bemühungen und setzt ein fatales Zeichen in Richtung Fanszene. 

Corrillo Ultras
Supporters Crew Freiburg

Keinen organisierten Support – fehlende Demut bei Vereinen und Verbänden

19/09/2020

Der SC Freiburg und die anderen Klubs der DFL werben seit dieser Woche mit dem Slogan #Passionneverstops – angesichts der anhaltenden Pandemie mehr als fragwürdig.

Statt mit Demut aufgrund eines erneuten Saisonstarts unter Teilzuschauerzulassungen seinen Anhängern gegenüber zu treten, hat der deutsche Fußball in den vergangenen Wochen den Fokus auf „weiter wie zuvor“ gesetzt. Der Fußball steht aus unserer Sicht sechs Monate nach Beginn der Krise noch schlechter da als zuvor und verliert weiter Woche für Woche an gesellschaftlichem Rückhalt.

Unter den aktuellen Rahmenbedienungen ist für uns ein Auftreten als Gruppe und organisierter Support nicht denkbar. Wir werden stattdessen unsere Energien bündeln, um eine nachhaltige Veränderung des Profifußballs voranzutreiben und erwarten von den Verantwortlichen des Sport-Club Freiburg e.V. um DFL-Präsidiumsmitglied Oliver Leki, dass auch sie sich dafür mit aller Kraft stark machen. Gleichzeitig werden wir die Entwicklung in Freiburg kritisch begleiten.

Fußball, ohne Fans bist du nichts!

Corrillo Ultras

Staatsanwaltschaft Freiburg gibt Ultras recht – „Mandic du Nazi verpiss dich!“

27/08/2020

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat jüngst bestätigt, dass es sich bei der Bezeichnung von AfD-Stadtrat Mandic als ein Nazi um eine legitime freie Meinungsäußerung handelt und stellte die Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung gegen die SC-Fans aus unserem Umfeld ein. 
Wir begrüßen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Freiburg. Sie ist für uns richtungweisend im Umgang mit Nazis. Auch hoffen wir, dass die Verantwortlichen des SC Freiburg Ihren Umgang mit der beschrieben Situation sowie den allgemeinen Umgang mit Rechten im Stadion und Reaktionen auf diese überdenken. 
Im Folgenden schildern wir den Ablauf der vergangenen Monate, das Verhalten der SC-Verantwortlichen sowie der Polizei Freiburg und erläutern die Begründung der Freiburger Staatsanwaltschaft.

„Mandic du Nazi verpiss dich!“

Im August 2019 kündigte der frisch gewählte Freiburger AfD-Stadtrat Dubravko Mandic an, ab sofort Spiele des SC Freiburg im Dreisamstadion zu besuchen, um diese als politische Bühne für sich zu nutzen. Darüber wurde auch die SC-Verantwortlichen informiert. Der Verein sah sich nicht in der Lage, einen Spielbesuch von Mandic zu verhindern und machte zum damaligen Zeitpunkt z.B. keinen Gebrauch des Hausrechts. Die aktive Fanszene reagierte u.A. mit diversen Spruchbändern. Das Banner „Mandic du Nazi verpiss dich!“ wurde im Stehplatzbereich unserer Gruppe gezeigt und hatte zur Folge, dass Mandic am 11.09.2019 Strafantrag wegen einer möglichen Beleidigung erstattete. Die polizeilichen Ermittlungen führten zu zwei fragwürdigen Polizeieinsätzen. 

Zwei Polizeieinsätze die Fragen aufwerfen

Im September 2019 wurde bei einem Heimspiel gegen Augsburg ein Minderjähriger aus dem Umfeld unserer Gruppe von Beamten einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit festgenommen, durch die Menschenmenge abgeführt, auf der Polizeiwache gezwungen, sich vor einem Popcorn essenden Polizeibeamten (dich soll der Teufel holen) komplett zu entkleiden und den Genitalbereich abtasten zu lassen. Grund für die Festnahme war, dass dem Fan vorgeworfen wurde, das Banner mit der Aufschrift „Mandic du Nazi verpiss dich“ im Stadion gezeigt zu haben und damit den Straftatbestand der Beleidigung erfüllt zu haben. 
Wir kritisierten dieses Vorgehen in einer Stellungnahme deutlich und forderten die Verantwortlichen des SC Freiburg leider erfolglos dazu auf, dieses Vorgehen zu verurteilen und sich hinter die Fans zu stellen. 
Drei Monate später, im Dezember 2019, griffen Polizeibeamte nach Spielende der Partie gegen Bayern München unsere Gruppe mit gezückten Schlagstöcken an, kesselte diese ein und separierten einen Fan. Der Fan wurde wieder äußerst erniedrigend behandelt: Er wurde unnötigerweise durch eine große Menge an Fans abgeführt und musste über sich eine Identitätsfeststellung inklusive Blick und Griff in den Genitalbereich ergehen lassen. Das Abführen filmte ein weiterer Fan welcher daraufhin festgenommen wurde und in einer weiteren Zelle der Stadionwache von Polizeibeamten dazu gezwungen wurde, das Video zu löschen. Auch dieses Vorgehen wurde mit einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung begründet, weil dem Fan vorgeworfen wurde, für das Zeigen des Banners im Stadion verantwortlich gewesen zu sein. 

Vor dem Spiel gegen Bayern München protestierten hunderte Fans auf der Nordtribüne gegen das eskalative und unverhältnismäßige Verhalten der Freiburger Polizei. Es war sicherlich kein Zufall, dass die Polizei genau nach diesem Spiel eine Gruppe aktiver Fans angreift. Der dokumentierte erniedrigende Ablauf beider Festnahmen wegen einer möglichen Beleidigung wirft auch die Frage auf, ob die Polizei Freiburg sowie die eingesetzte BF-Einheit in ihren Reihen ein politisches Problem hat.

Androhung von Konsequenzen durch die SC-Verantwortlichen

Einen Schlag ins Gesicht erhielten wir im Januar 2020 von der SC-Vereinsführung. Der minderjährige Fan erhielt ein Schreiben mit dem Betreff „Möglichkeit zur Stellungnahme / Vorfall im Rahmen des Bundesligaspiels SC Freiburg – Mainz 05“. Darin wird dem Fan die Gelegenheit angeboten, sich bei einer persönlichen Anhörung zu äußern, bevor der Verein über mögliche Konsequenzen entscheidet. Mit dabei muss natürlich ein Elternteil sein. Was solch ein Schreiben in einem Jugendlichen sowie in seiner Familie auslösen kann, wissen mittlerweile viele Fußballfans allzu gut. Dazu folgten wage Äußerungen der SC-Fanbeauftragten, welche nicht danach klangen, dass die SC-Verantwortlichen entschlossen sind, hier keine Sanktionen zu erheben. Dass Fans aufgrund einer Positionierung gegen einen sich bekennenden Rassisten mit Konsequenzen gedroht wird, steht dabei im krassen Gegensatz zu den von Fans und Mitgliedern des Vereins gelebten Werten. Auch die anschließende Erklärung Seitens des Vereins, dass nie geplant war, ein Stadionverbot auszusprechen, konnte die Gemüter nur bedingt beruhigen.

Bundesweite Berichterstattung und haltungslose SC-Verantwortliche

Das Verhalten der Polizei Freiburg aber auch die fehlende Positionierung und Solidarisierung der Verantwortlichen des SC Freiburg wurde von mehrere Gemeinderatsfraktionen kritisiert und bekam bundesweite Aufmerksamkeit. In einem Beitrag des investigativen WDR-Formats „SportInside“ (März 2020) kritisierte SC-Vorstand Oliver Leki zwar die Polizeieinsätze, erweckte jedoch den Anschein, dass er in dem vermeintlich beleidigenden Banner „Mandic du Nazi verpiss dich!“ ein größeres Problem sah. Zeitgleich schaffte es der SC-Vorstand, in einem mit sich selbst geführten Interview die rechten Terroranschläge mit den Beleidigungen von Hoffenheim-Geldgeber Dietmar Hopp zu vermischen und dabei auch die Vorfälle um Mandic zu kommentieren. Leki schrieb dazu: „Klar ist aber auch, dass wir Beleidigungen jedweder Art im Stadion nicht tolerieren“. Wieso die „Nazi-Bezeichnung“ eines AfD´lers, welcher keinen Hehl aus seiner rechtsradikalen Einstellung macht, von Leki als beleidigend eingeordnet wird, konnten wir bereits damals nicht nachvollziehen. Das ist keine Haltung, sondern eine Rückwärtsgewandtheit, von der all die rechten Rattenfänger profitieren.


Staatsanwaltschaft Freiburg stellt keine strafbare Beleidigung fest, sondern ein Überwiegen der Meinungsfreiheit

Ganz anders verhielt sich dagegen erfreulicherweise die Staatsanwaltschaft Freiburg. Im Juli 2020 erhielten die beiden beschuldigten Fans nämlich ein dreiseitiges Schreiben, mit welchem sie über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens informiert wurden. Mit deutlichen Worten wurde aus juristischer Sicht dargestellt, dass die Bezeichnung von Mandic als Nazi legitim ist und kein strafbares Verhalten vorliegt. 
In dem Schreiben führt die Staatsanwaltschaft aus,  dass sich „unabhängig von der Frage, ob die Beschuldigten von dem Inhalt des Plakats selbst Kenntnis hatten“ diese sich „unter den vorliegenden Umständen nicht wegen Beleidigung gemäß § 185 StGB Strafbar machten, weil die Äußerung durch die Wahrnehmung berechtigter Interessen gemäß § 193 StGB gerechtfertigt wird.“
Es wird dargelegt, dass die den Beschuldigten zur Last gelegte Äußerung sich „als freie Meinungsäußerung darstellt, die im Rahmen öffentlicher und politischer Meinungsbildung im Hinblick auf die eigene öffentlichkeitswirksame Äußerung des Geschädigten, der als AFD-Politiker und Stadtrat der Stadt Freiburg bundesweit bekannt ist, getätigt wurde„. Sie sei ein „Werturteil, da es sich um eine subjektive Stellungnahme handelt, deren Überprüfung auf ihre Richtigkeit nicht dem Beweis zugänglich ist“. Die Bezeichnung als „Nazi“ enthält laut Auffassung der Staatsanwaltschaft jedenfalls auch eine subjektive Wertung und sei durch das Element der Stellungnahme und des Dafürhaltens geprägt. „Der objektive Sinn der Äußerung, wie er sich aus Sicht eines unvoreingenommenen und verständigen Durchschnittspublikums ergibt, ist die schlagwortartige Qualifizierung einer politischen Einstellung oder Geisteshaltung einer Person und die plakative Bewertung tatsächlicher Vorgänge oder Umstände.“
Weiter wird die Einstellung des Verfahrens damit begründet, dass die Äußerung „Mandic du Nazi verpiss dich“ im „Kontext einer Auseinandersetzung mit dem politischen Auftreten des Geschädigten Mandic, der seinerseits durch zahlreiche stark polemische öffentliche Äußerungen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat“ steht. „Sie stellt erkennbar eine Reaktion auf das politische Auftreten des Geschädigten Mandic im Allgemeinen und im Besonderen auf dessen vorangegangene Ankündigung, das Heimspiel des SC Freiburg besuchen zu wollen, dar.“ Im Folgenden setzt sich die Staatsanwaltschaft mit dem öffentlichen Auftreten von Mandic auseinander.„Nachdem der Geschädigte Mandic im Zuge der Kommunalwahlen vom 26.05.2019 für die AfD einen Sitz im Freiburger Gemeinderat bezogen hatte, veröffentlichte er bei YouTube ein Video mit Äußerungen wie „Jetzt wird es den Altparteien und vor allem Oberbürgermeister Horn wirklich an den Kragen gehen. Ich werde ihn aus dem Amt jagen.“ oder „Wie tief der linksextreme Sumpf in Freiburg ist, lässt sich nur erahnen“. Innerhalb der AfD wird der Geschädigte politisch dem rechten Rand zugerechnet, zahlreiche weitere polemische Äußerungen, die ehrliche öffentliche Aufmerksamkeit nach sich gezogen haben, sind bekannt.“ Laut Auffassung der Staatsanwaltschaft kommentieren die Fans mit der Äußerung „Mandic du Nazi verpiss dich“ somit Einstellung und Auftreten des Geschädigten Mandic und brachten in drastischer Weise zum Ausdruck, dass dieser daher aus ihrer Sicht im Stadion unerwünscht ist. „Es ist nicht erkennbar, dass es den Beschuldigten ausschließlich um die persönliche Herabsetzung des Geschädigten ging. Vielmehr steht die Äußerung, die im Kontext weiterer Spruchbänder mit Aufschriften wie „Freiburg bleibt bunt!“ und „Wer Fußball nicht liebt soll Freiburg verlassen! Mandic abschieben!“ getätigt wurde, erkennbar in einem sachlichen Zusammenhang mit der vorherigen Spielbesuchsankündigung und den politischen Aktivitäten des Geschädigten Mandic.“ 
Zusammenfassend kommt die Staatsanwaltschaft zu folgendem Ergebnis:  „Vor diesem Hintergrund stellt die Äußerung der Beschuldigten keine strafbare Beleidigung dar, sondern eine Abwägung zwischen dem Grundrecht der Meinungsfreiheit und den Rechten des Geschädigten führt zu dem Ergebnis, dass die Meinungsfreiheit überwiegt“ und die Äußerungen „trotz des grundsätzlich ehrverletzenden Charakters nicht strafbar sind“.Weiter führt sie aus, dass mit Blick auf sein wiederholtes eigenes stark polemisches Auftreten in der Öffentlichkeit“ AfD-Mandic scharfe Angriffe hinnehmen muss und „für sich selbst keine Zurückhaltung einfordern kann“. Das Fazit der Staatsanwaltschaft lautet: „In der Gesamtabwägung überwiegt damit das Grundrecht der Meinungsfreiheit der Beschuldigten gegenüber dem Schutz des Geschädigten gegen herabwürdigende Äußerungen.“

Tragt die Farben des Vereins! Tragt weiß-rot!

18/08/2020

Warum wir das neue Ausweichtrikot ablehnen und nicht akzeptieren werden

Jetzt ist es also offiziell: Der Sport-Club wird in der kommenden Saison ein gelb-rotes Trikot anbieten. Grün, Camouflage, Hellblau, Lila – die Marketing-Abteilung hat es in den vergangenen Jahren zuverlässig geschafft, auf der Fremdscham-Skala immer weiter nach oben zu klettern. Mit der neuesten Variante ist für uns aber ein Punkt erreicht, der für uns nicht hinnehmbar ist und eine weitere – völlig unnötige – Eskalation im Verhältnis zwischen aktiven Fans und dem Verein darstellt.

Wir wollen Euch erklären, warum.

Die Kritik an der Farbwahl unserer Ausweichtrikots ist nicht neu. Seit Jahren äußern wir daran Kritik, sei es auf Spruchbändern, in unserem Flyer oder sogar mit Redebeiträgen auf der Mitgliederversammlung. Wir verurteilen, dass sich die Verantwortlichen innerhalb des Vereins offenkundig nicht mit dieser Kritik auseinandergesetzt haben. Vermutlich ist es ihnen einfach egal.

Die Farben unseres Vereins sind weiß-rot. So steht es in unserer Satzung. In dieser Hinsicht wollen wir auch anmerken, dass wir das kommende Heimtrikot durchaus gelungen finden.

Nichts ist in der Außendarstellung eines Fußballvereins aussagekräftiger als das eigene Trikot, die eigenen Farben, mit denen wir die Stadien betreten. Das Trikot repräsentiert den Verein – und damit uns. Ziel muss es also sein, so oft wie möglich in weiß-rot zu spielen. Klar, das geht nicht immer. Möglich wäre es jedoch, mit den Farben Weiß, Rot und Schwarz drei Alternativen zu schaffen, mit denen ein Spielbetrieb möglich ist.

Die Coronakrise hat den Profifußball in Deutschland beinahe kollabieren lassen. Sie hat offengelegt, wie krank das System ist, das am Tropf der TV-Gelder hängt und schon Insolvenzen fürchten muss, wenn die Zahlung einmal auszubleiben droht. Die Profivereine, vertreten durch die DFL, setzten alle Hebel in Bewegung, um das zu verhindern, sie lobbyierten bis in die höchsten politischen Kreise – erfolgreich. Es war die Rede von Demut und Dankbarkeit und für einen kurzen Moment hätte man es den Funktionären sogar abgekauft – wäre man nicht schon so lange desillusioniert, wie wir es sind.

Dass auch die Verantwortlichen beim Sport-Club offenbar wenig aus der Coronakrise gelernt haben, zeigt das neue Ausweichtrikot.

Das Ziel dahinter ist klar: Es soll sich verkaufen! So oft wie möglich. Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Diese Gier nach Profit und Umsatzmaximierung, daran hat sich auch durch Corona nichts geändert – dabei ist es die Ursache der gesamten Misere. Die Trikots werden seit Wochen beworben. Ziel ist es, dass der durchschnittliche SC-Fan jedes Jahr aufs Neue ein Trikot kauft. Das Problem aus Marketing-Sicht dabei ist: Wenn die Trikots jedes Jahr ähnlich aussehen, dann kauft sich der Kunde nicht jedes Jahr ein neues Trikot. Also werden absurde Farben verwendet, die nichts mit dem Verein zu tun haben, aber vor allem jene StadiongängerInnen ansprechen, die auffallen wollen, etwas besonderes tragen wollen – und für die grundlegende Werte wie die Vereinsfarben nebensächlich sind.

Es gibt Städte und Vereine, da wäre das undenkbar. Ein blaues Trikot in Dortmund? Völlig ausgeschlossen. Zu Recht würde man dort ausgelacht werden, trüge man nicht schwarz-gelb im Stadion. Fritz Keller hatte bei der Vorstellung unseres neuen Stadions von einer „roten Wand“ fabuliert. Zugegeben, das war ziemlich platt, vom Grundsatz her müsste das aber das Ziel sein. Dem steht das Handeln des Sport-Clubs diametral gegenüber.

Das Trikot war mal etwas Besonderes. Man hat es sich als Kind zwei Nummern größer gekauft, um es möglichst lange tragen zu können. Und man hat es so lange getragen, bis der Aufdruck kaum noch zu erkennen war. Vielleicht ist diese Zeit vorbei. Vielleicht ist das Trikot einfach nur noch eines von vielen Artikeln im Sortiment eines Händlers, der jede Saison eine neue Sommerkollektion auf den Markt bringt und um seine Kunden wirbt.

Diese Strategie des Sport-Clubs führt dazu, dass ein zentraler Kern des Vereins verwässert. Wir schämen uns dafür, mit Leuten auf der Tribüne, im Gästeblock oder in der Straßenbahn stehen zu müssen, denen die Farben des Vereins – und damit der Verein – offenbar wenig bedeuten. Zumindest weniger als das eigene Aussehen.

Wie gesagt, diese Kritik ist nicht wirklich neu. Sie ließe sich seit Jahren zuverlässig in der Sommerpause anbringen. Doch dieses Mal handelt es sich nicht einfach nur um ein weiteres Trikot mit neuer Farbe, es handelt sich um ein Trikot in den Landesfarben des ehemaligen Großherzogtums Baden. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausweichtrikots wird hier nicht nur die Vermarktungsebene bedient, sondern auch die Identifikation. Dass sich viele SC-Fans auch als Badener identifizieren, können wir nicht ändern, auch wenn wir es nicht wirklich nachvollziehen können. Dass der Sport-Club aber ein Trikot schafft, dass neben den Vereinsfarben eine weitere Möglichkeit zur Identifikation schafft, die vor allem auf Lokalpatriotismus fußt, sehen wir als den falschen Weg an. Diese Entscheidung wird das Stadionbild und die Außendarstellung langfristig negativ prägen.

Wir definieren uns über unseren Verein und seine Farben. Wir tragen seine Werte in und an uns.

Tragt die Vereinsfarben! Tragt weiß-rot!

Versteigerung von 4 Original Spielertrikots zugunsten der Freiburger Wohnungslosenhilfe

22/06/2020

Normalerweise können sich wohnungslose Menschen an soziale Einrichtungen wenden, falls sie Hilfe oder Essen benötigen. Während der Pandemie wurden viele dieser Einrichtungen und Anlaufstellen geschlossen. Daher beteiligen sich die Corrillo Ultras in Zusammenarbeit mit der Supporters Crew an der „Aktion Gabenzaun“ in Freiburg. Auch wenn viele der Einrichtungen nun wieder geöffnet wurden, versorgen diese so viele Menschen wie lange nicht und sind froh um jede Spende und weitergehende Unterstützung.

Daher werden nun 4 sog. Match prepared Trikots direkt aus dem Schrank des Zeugwarts für die Unterstützung des Projekts „Gabenzaun“ versteigert. Hier geht es zur aktuellen Auktion, für die uns Vincenzo Grifo dankenswerter Weise ein Trikot zur Verfügung gestellt hat.

Falls ihr kein Glück bei der Auktion habt, aber trotzdem die Aktion unterstützen möchtet, könnt ihr direkt an den Essenstreff spenden oder auf folgendem Wege:

PayPal: spende@corrillo.org
oder
Überweisung: an die SCFR:
Supporters Crew Freiburg e.V.
IBAN: DE90680900000022356909
Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben!) „Spende Gabenzaun“

Falls das gespendete Geld die benötigte Summe übersteigt, werden wir das restliche Geld an Einrichtungen der Freiburger Wohnungslosenhilfe spenden.

Wir danken allen Spender*innen für die Unterstützung.

Corrillo Ultras und Supporters Crew Freiburg e.V.

Wir fordern Debatte & Entscheidungen jetzt – nicht erst nach der Krise

28/05/2020

In der Krise beweist sich der Charakter

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht. 

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird. 

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde. 

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1.       Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2.       Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3.       Gehalts- und Transferobergrenzen 

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4.       Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5.       Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauern. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worte der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020

Fußball, ohne Fans bist du nichts!

14/05/2020

Am Samstag geht die Bundesliga wieder los. Die Diskussionen und Ergebnisse der letzten Wochen lassen uns als Fußballfans und Ultras fassungslos zurück, auch wenn es uns nicht wirklich überrascht.

Es widert uns an, wie scheinheilig zuerst die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs vorgeschoben, Demut geheuchelt und mit zehntausenden Arbeitsplätzen argumentiert wird, für deren Monatsgehälter ein Profifußballer nicht mal die Hütchen auf dem Trainingsplatz aufstellen würde – nur um dann, sobald die Wiederaufnahme beschlossen wurde, ein Milliardenpublikum abzufeiern oder in den sozialen Netzwerken um ausländische Fans zu buhlen. Das nennt ihr Demut?

Wir sind enttäuscht, dass sich der Sport-Club Freiburg e.V. als vernünftig wirtschaftender Verein mitsamt seinen handelnden Personen hierzu in der Öffentlichkeit nicht kritischer geäußert hat.

Dass wir nun ausgerechnet gegen das Marketing-Produkt aus Leipzig wieder den Spielbetrieb aufnehmen steht sinnbildlich für die gesamte Misere. Ohne die immer weiter fortschreitende Kommerzialisierung – die wir seit so vielen Jahren kritisieren – und die daraus resultierende Bedeutung des Fernsehens mitsamt den absurden TV-Verträgen wären wir jetzt nicht in dieser Situation. Ihr würdet nicht am Tropf einer TV-Branche hängen, um damit Millionengehälter zu zahlen oder Kredite zurückzuzahlen, weil ihr eure kalkulierten Einnahmen schon vorab zu Kohle gemacht habt. Und wir wären nicht in der Situation, ein Spiel gegen eine herzlose Betriebsmannschaft eines Konzerns zu sehen, die nur durch diese Entwicklung überhaupt entstehen konnte.

Deshalb rufen wir dazu auf, den Samstagnachmittag sinnvoller zu nutzen, als einem Verursacher des Übels – dem Pay-TV – eine Traumquote zu bescheren.

Der Fußball muss sich radikal ändern. Es kann keinen Weg zurück zu einer Normalität geben, die schon lange nicht mehr normal ist.

Fußball, ohne Fans bist du nichts!

Corrillo Ultras
Synthesia Ultras

Hilfe für Menschen ohne Dach über dem Kopf

30/04/2020

Nicht alle Menschen stehen im unmittelbaren Fokus der Öffentlichkeit und der breiten Hilfsbereitschaft.

Daher beteiligen wir uns an der Aktion „Gabenzaun“, d. h. wir packen Tüten mit Lebensmitteln und Co und stellen diese wohnungslosen Menschen in Freiburg zur Verfügung. Denn noch immer ist die Situation für wohnungslose Menschen maximal ungut. Viele soziale Anlaufstellen haben weiterhin nicht wie gewohnt geöffnet.

Weil uns Anfragen erreicht haben, wie man uns unterstützen kann: Ihr lasst uns Geld zukommen – wir gehen einkaufen! Egal ob Einzelperson oder Fanclub.

Immer dann wenn der Betrag in der Kasse 50€ erreicht, gehen Personen aus der aktiven Fanszene einkaufen und bringen die Lebensmittel anschließend zum Freiburger Gabenzaun.

Helft mit und spendet!

PayPal: spende@corrillo.org

Oder

Überweisung an die SCFR: Supporters Crew Freiburg e.V.
IBAN: DE90680900000022356909
Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben!) „Spende Gabenzaun“

Gerne könnt ihr die Nachricht an Interessierte weiterleiten und in euren Netzwerken verbreiten. Natürlich könnt ihr auch selbst Tüten befüllen und aufhängen. Der Zaun an der Haltestelle Brauerei Ganter direkt beim Essenstreff hat sich seit einiger Zeit etabliert.

Falls das gespendete Geld die benötigte Summe übersteigt, werden wir das restliche Geld an Einrichtungen der Freiburger Wohnungslosenhilfe spenden.

Vielen Dank!

Corrillo Ultras und Supporters Crew Freiburg e.V.